Sonntag, 3. Oktober 2010

Passionsspiel Oberammergau 2010




Letztes Jahr beschlossen wir, 2010 die Passionsspiele zu besuchen und erhielten nach längerer Wartezeit tatsächlich 2 Karten für den 2. Oktober, die vorletzte Aufführung. Und nun ist es soweit! Morgens brechen wir auf in Richtung Oberammergau und je näher wir den Bergen kommen, umso schöner wird das Wetter. Am Staffelsee machen wir Mittagspause unter der warmen Herbstsonne. Danach fahren wir zu unserer Privatunterkunft in Unterammergau. In Oberammergau ist eine halbe Stunde vor Beginn der Vorstellung schon sehr viel los: Unzählige Besucher flanieren durch die Straßen, die meisten davon im Rentenalter. Einige versuchen noch Karten zu ergattern, dabei ist das Festspielhaus bis zum letzten Platz besetzt.
Beeindruckend sind die Menschenmassen auf der Bühne - bei einigen Szenen wimmelt es nur so von blaugekleidetem Volk, vom Kleinkind bis zum Greis. Obwohl wir ganz hinten sitzen, kann man die Darsteller gut verstehen; das internationale Publikum ist mit Textbüchern ausgestattet um der Handlung folgen zu können. Nach 2,5 Stunden gibt es eine längere Pause, die die meisten fürs Abendessen nutzen, bis sich um 20 Uhr der 2. Teil anschließt, der noch einmal 3 Stunden dauert. Trotzdem wird es niemals langweilig; die gesamte Darbietung wirkt sehr professionell - die Spielszenen, der Chor und die "lebenden Bilder".

Mittwoch, 1. September 2010

Montag, 30. 8. 10



Abschied von Costa Rica

Zum letzten Mal gibt es das übliche Frühstück "gallo pinto", Reis mit schwarzen Bohnen, dazu Rührei, Toast und Obst. Kein Wunder, dass die Tico alle so gut beinander sind. Da unser Flugzeug am Spätnachmittag startet, bummeln wir vormittags noch einmal durch San José. Wir lauschen den Marktschreiern, die an den Straßenecken einzelne Kochbananen oder ähnliches anbieten, treffen einen Polizisten mit Dienstfahrrad in der Fußgängerzone und trinken frische Kokosmilch am Obststand. Zu Mittag speisen wir in einem rustikalen Lokal gegenüber der Merced-Kirche. Das gebräuchlichste Essen wird "casado" genannt und besteht aus einer Kombination von Reis, schwarzen Bohnen, Salat, Kochbanane und wahlweise Huhn, Fisch, Fleisch in Soße etc. Wir lassen es uns schmecken, während draußen der erste Regen fällt, untypischerweise schon mittags.

Sonntag, 29. August 2010

Sonntag, 29. 8. 2010



Pause auf 3000 Metern Hoehe

Am fruehen Morgen betaetigen wir uns als Birdwatcher und fotografieren die Tukane auf dem Hotelgelaende. Die Rueckfahrt nach San José gestaltet sich recht abwechslungsreich. Allmaehlich gewinnen wir doch ziemlich an Hoehe - morgens sind wir bei Null gestartet, unsere Mittagspause findet auf einer Hoehe von 3000 Metern statt. Das Restaurant hat eine Kolibri-Fastfoodanlage installiert (das sind die bereits frueher erwaehnten Behaelter mit Zuckerwasser, auf die die kleinen Voegel nur so fliegen). Auf diese Weise vermeiden es die Besitzer, Kaffee oder Essen verkaufen zu muessen, weil die Gaeste die ganze Zeit aus den Fenstern schauen.
In San José besichtigen wir mehrere Parks, bis es zu schuetten beginnt. Dann lassen wir uns im Café nieder und studieren das Verhalten der Ticos bei Starkregen.
Nach dem Abendessen gegen 21 Uhr hat es aber wieder aufgehoert und wir freuen uns auf den morgigen Vormittag, an dem es mit 99-prozentiger Wahrscheinlichkeit schoen sein wird.

Samstag, 28. 8. 2010



Allein im Regenwald

Wir machen einen Tagesausflug zur benachbarten Hacienda Barú, einem Naturschutzgebiet, das frueher mal eine Teakplantage war. Hier sind wir anscheinend die einzigen Besucher. In diesem Park gibt es besonders viele Nasenbaeren, die sich von uns nicht bei der Nahrungssuche stoeren lassen und unbeeindruckt die feuchte Erde nach Krebsen durchwuehlen. Ausserdem begegnen wir einer groesseren Affenhorde, einigen bunten Voegeln, vielen Schmetterlingen und Libellen. Wir verbringen fast 7 Stunden im Regenwald (Heute haben wir gemerkt, dass wir die Lieblingsbeute der Schnaken waren - trotz extra starkem Insektenschutzspray). Es ist erstaunlich, dass einige Nationalparks von Menschenmassen nur so ueberfallen werden und andere, wie besagte Hacienda, ebenso interessant, aber voellig menschenleer sind.
Am Abend geniessen wir wieder den taeglichen Wolkenbruch im Hotelpool.

Samstag, 28. August 2010

Freitag, 27. 8. 2010



Dominical, Hochburg der Surfer

Wellenreiten koennen wir zwar nicht, aber zusehen. Der Strand von Dominical ist naemlich bei Surfern weltweit bekannt. Schwimmen ist hier weniger ratsam, wegen der gefaehrlichen Unterstroemungen. Wir machen uns also einen ruhigen Nachmittag in dem winzigen Ort, in dem es im Moment kaum Touristen gibt, weil Regenzeit ist, essen gebackene Kochbananen mit Sauerrahm, trinken frische Kokosmilch und baden bei stroemendem Regen im Hotelpool. Unsere Hotelanlage ist superschoen mit vielen bluehenden tropischen Pflanzen, Kolibris schwirren herum und zu unserem Zimmer gehoert sogar eine ueberdachte Terrasse mit Bambusmoebeln, Haengematte und Moskitonetzen! Hier kann man so richtig rumhaengen.

Donnerstag, 26. August 2010

Donnerstag, 26. 8. 2010



Zur Abwechslung mal ein Regentag!

Wir befinden uns in Boquete, einer kleineren Stadt in den Bergen unterhalb eines Vulkans, den wir aber noch nicht zu Gesicht bekommen haben, denn die Wolken haengen tief. Der Niederschlag ist ziemlich abwechslungsreich: Mal schuettet es, mal nieselt es, dass man meint, es hoert jetzt auf, dann geht es wieder richtig los. Boquete ist von wunderschoenen Gaerten umgeben; es blueht hier so ziemlich alles, was man daheim als Zimmerpflanze kaufen kann, nur viel groesser und dazu noch vieles andere, was wir noch nie gesehen haben. Auch Kolibris schwirren herum.

Mittwoch, 25. 8. 2010



Segeltour in der Karibik

Morgens empfaengt uns der Skipper Marcel, ein verwegen aussehender Abenteurer, auf seinem Katamaran. In gemaechlichem Tempo geht es hinaus in die Bucht. Das Navigieren ist hier nicht so einfach, wie es aussieht - ueberall gibt es Korallenriffe und andere Untiefen. Wir begegnen etlichen Delfinen, einige davon kommen ganz nah ans Boot heran. Anschliessend gehen wir Schnorcheln und bewundern die Schwaemme, die hier in allen Farben vorkommen, sowie diverse Fische und Roehrenwuermer. Nach einem Imbiss geht es weiter unter strahlend blauem Himmel. Gut, dass der Katamaran auch ueber einen Motor verfuegt, denn es herrscht ziemliche Flaute. Unser sonnenverbrannter karibischer Pirat, der seit zwanzig Jahren die Weltmeere unsicher macht, entpuppt sich als Landsmann: Er stammt aus einer unterfraenkischen Kleinstadt. Uebrigens kennt er das Geheimnis der Tigerente, die es offensichtlich doch bis Panama geschafft hat ... Abends feiern wir noch ein wenig in unserem Lieblingslokal, das um ein gekentertes Boot herum gebaut wurde und freuen uns ueber die vielen Fische, die hier herumschwimmen. Da das riesige Becken mit dem Meer verbunden ist, kommen immer wieder neue Exemplare vorbei. Dazu gibt es karibische Musik und Cocktails mit viel Rum. Leider fahren wir morgen weiter.