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Freitag, 12. August 2016

Zwergensuche in Breslau

Japanischer Garten

Liebesbrücke

Blick zur Dominsel

Oratorium Marianum in der Universität

altes Rathaus

einer der vielen Zwerge

und noch ein Zwerg

Freitag, 12. August 2016

Schöner als "Pokemon go!" und gesünder als Ostereiersuche ist die Suche nach den ca. 30 cm hohen Bronzezwergen, die überall in der Stadt herumstehen. Man kann sogar einen Plan kaufen, in dem die ungefähr 100 kleinen Kerlchen eingezeichnet sind, aber wir finden auch ohne Beschreibung eine ganze Menge. Wenn man einen davon entdeckt hat, wird man mit der Zeit immer besser. Und da die Figuren vorzugsweise in der Nähe von Sehenswürdigkeiten stehen, lernt man nebenbei die Stadt kennen. Außerdem besuchen wir den japanischen Garten, die Kathedrale und die Kreuzkirche, die Universität und die Brücke der Büßerinnen, die die beiden Türme der Maria-Magdalena-Kirche verbindet. Zu Mittag essen wir in der Markthalle, wo man typisch polnisches Essen unschlagbar günstig bekommt (z.B. Pierogi ruskie, Klopsi oder Bigos), danach trinken wir Kaffee in der Swidnicka und abends kehren wir im Lokal "Konspira" ein, das nicht nur originelle Speisekarten hat, sondern auch ein Geheimzimmer, nicht zu vergessen das gute Essen!

Breslau - europäische Kulturhauptstadt 2016

Brücke über die Oder

Markthalle im Stadtzentrum

Häuser am Ring (Marktplatz)

Marktplatz mit altem Rathaus

Wasserspiele an der Jahrhunderthalle

Donnerstag, 11. August 2016

Als wir  am frühen Nachmittag in Wroclaw/Breslau ankommen, scheint schon wieder die Sonne. Wir sind überrascht über die schöne Altstadt, die man vom Campingplatz aus ohne Mühe mit der Straßenbahn erreicht. Abends machen wir einen Spaziergang zur Jahrhunderthalle,  Dort finden in dem großen Brunnen zu jeder vollen Stunde Wasserspiele statt, abends beleuchtet und mit Musik. Die Jahrhunderthalle wurde Anfang des vorigen Jahrhunderts gebaut, die sanitären Anlagen des Campingplatzes am Olympiastadion vermutlich ebenso.

Donnerstag, 11. August 2016

(Fast) 24 Stunden Regen in Zakopane

Oscypek - Käsespezialität der Tatra
Kirche in der Fußgägerzone

Krupowki-Straße im Stadtzentrum

die alte Dorfkirche

Villa Koliba, Museum des Zakopane-Stils

Pelerinen 

Mittwoch, 10. August 2016

Die ganze Nacht regnet es heftig und auf dem Campingplatz bilden sich viele Pfützen. Wir hoffen auf besseres Wetter und fahren mit dem Bus ins Ortszentrum, kaufen verschiedene Souvenirs und sehen uns das Tatra-Museum an, gehen in ein Restaurant zum Mittagessen und besichtigen die alte Dorfkirche. Die Villa Koliba ist angeblich wegen Überfüllung geschlossen, dabei sind nur die Stoffsäcke ausgegangen, die man über die Schuhe ziehen muss, wenn man bei diesem Wetter ein Holzhaus betritt. Manchmal lässt der Regen etwas nach, um kurze Zeit später wieder mit voller Stärke herunterzuprasseln. Trotz Schirm und Pelerine (sicher die meistverkauften Andenken in Zakopane) sind wir schon völlig durchnässt, als wir uns in einem Café niederlassen und auf den Bus zum Campingplatz warten. Nachts geht der Wolkenbruch weiter und der kleine Bach neben der Wiese rauscht wie ein starker Wasserfall.

Völkerwanderung zum Meeresauge

So spart man sich die ersten Kilometer

müder Hirsch

am Schwarzen Teich (Czarny Staw)

Blick von oben auf Meeresauge (Morskie Oko)

Herberge am Morskie Oko

Morskie Oko vom Wirtshaus aus

Dienstag, 9. August 2016

Außer uns haben noch unzählige andere Urlauber die Idee, eine Wanderung zum Meeresauge, dem größten Gletschersee der Hohen Tatra, zu unternehmen. Wir müssen sogar in der benachbarten Slowakei parken, da der Wanderparkplatz überfüllt ist. Die 9 km bis zum See legt man auf einer gut ausgebauten Teerstraße zurück - man kann sich auch in einer Pferdekutsche befördern lassen.  Wir brauchen ca. 2 Stunden bis zum See. Später gehen wir noch um den See herum bis zur ersten Moräne - danach ist der Weg gesperrt - entdecken einen Hirsch und steigen hoch zum Schwarzen Teich, in dem sich der Rysy, Polens höchster Berg, spiegelt. Der Abstieg über die unregelmäßigen Felsblöcke ist nicht zu unterschätzen, deshalb gönnen wir uns im Wirtshaus am Morskie Oko noch ein Stück Apfelkuchen, ehe wir uns auf den Rückweg machen. Auf halber Strecke ereilt uns ein Gewitter, glücklicherweise direkt bei der Infohütte, wo wir uns unterstellen können. Schirme und Ponchos warten nämlich im Auto.

Zakopane: drei Stunden Wartezeit an der Seilbahnstation

Unterwegs auf dem "gelben" Wanderweg

Bergwelt bei Zakopane

Gasienicowa-Hütte

Heimkehr auf dem "blauen" Weg

Gasienicowa-Alm

Montag, 8. August 2016

Um den Wochenendausflüglern zu entkommen, fahren wir erst am Montag nach Zakopane, trotzdem stehen wir unterwegs immer wieder im Stau. Doch mit dem Andrang an der Talstation der Seilbahn auf den Kasprowy Wierch haben wir nicht gerechnet. Die fliegende Händlerin prophezeit uns eine Wartezeit von über drei Stunden, wenn wir ihre überteuerten Schwarzmarkt-Express-Tickets nicht kaufen, also verzichten wir auf die Gondelfahrt und gehen zu Fuß, wenn auch nur bis auf halbe Höhe. Dort steht eine sehr gut besuchte Hütte, wo wir uns das einzige Essen bestellen, das wir auf der Speisekarte identifizieren können: Pierogi ruskie. Zurück sind wir deutlich schneller unterwegs, weil es nur noch bergab geht. Zu unserer Überraschung überholt uns eine Nonne mit wehendem hellblauen Gewand.

Sonntag, 7. August 2016

Juden in Krakau früher und heute

Das Wawelschloss

In der Alten Synagoge

Der alte jüdische Friedhof

Kathedrale und Wawelschloss

Die Sigismund-Glocke
Sonntag, 7. August 2016

Schindlers Fabrik in Krakau ist heute ein Museum, das sich mit der Zeit unter deutscher Besatzung (1939 -1945) auseinandersetzt. Es liegt in der Nähe des früheren Ghettos und ist sehr informativ. Dagegen kann man auf den Besuch des angegliederten Kunstmuseum durchaus verzichten. Mittags gehen wir im Stadtteil Kazimierz jüdisch essen. Hier gibt es nicht nur viele Lokale, sondern auch etliche Synagogen und einen Friedhof mit hebräisch beschrifteten Grabmälern. Bevor wir zum Abendessen wieder nach Kazimierz zurückkehren, steigen wir in den Glockenturm der Kathedrale (wer den Klöppel der großen Sigismund-Glocke berührt, darf sich etwas wünschen) sowie in die Krypta hinunter zu den Königen und dem abgestürzten Präsidenten-Ehepaar. Das Restaurant, in dem wir einen Tisch reserviert haben, ist innen mit dunklem Holz verkleidet und mit Antiquitäten ausgeschmückt. Die Klezmer-Gruppe "Wilde Velder" tritt heute auf, während wir uns das Essen im Chajim Kohan schmecken lassen.

Samstag, 6. August 2016

Krakau - ein Tag rund um den Marktplatz

Pierogi ruski (Russische Maultaschen)

Taubenfans auf dem Marktplatz

Der einsame Rathausturm und die Tuchhallen

Die Marienkirche

Ausschnitt aus dem Hochaltar von Veit Stoß

Samstag, 6. August 2016

Der Krakauer Marktplatz ist so groß, dass man sich den ganzen Tag dort aufhalten kann - besonders an einem trüben Tag wie heute. Wir starten in dem Café mit Blick auf die Marienkirche und warten auf die Trompetenmelodie, die stündlich vom Turm aus gespielt wird. An einer Stelle bricht das Lied plötzlich ab - hier wurde der Turmwächter vor fast 800 Jahren von einem Mongolenpfeil tödlich getroffen. Danach werfen wir einen Blick ins Innere der Kirche, besonders auf den Altar, an dem Veit Stoß zwölf Jahre lang gearbeitet haben soll. Mittags essen wir in einer Seitenstraße, in einem kleinen Lokal, das Piroggen (Maultaschen) in vielen Variationen anbietet - salzig, süß, vegetarisch oder frittiert. Den Nachmittag verbringen wir in dem sehenswerten Museum unter dem Marktplatz (Rynek Underground), für das wir uns bereits am Vormittag Karten besorgt haben und am Abend erwartet uns ein Klezmer-Konzert ganz in der Nähe.

Auschwitz-Birkenau

Eingang des Lagers
Baracken des Frauenlagers
Waschraum
Schlafkojen

Freitag, 5. August
Auf dem Weg nach Krakau machen wir Halt in Auschwitz, um das dortige Museum zu besuchen. Allerdings müssen wir erfahren, dass die Eintrittskarten für die folgenden Tage ausverkauft sind. Nur das Vernichtungslager Birkenau können wir besichtigen - dorthin fährt ein kostenloser Bus. Das ehemalige Lager ist riesig groß und an vielen Stellen wurden Tafeln mit Fotos und Erklärungen aufgestellt. Eine Gruppe aus Israel singt und musiziert neben den Ruinen der Gaskammern. 

Schlösser, Burgen und Kirchen im Riesengebirge



"Langes Haus" in Cieplice (Bad Warmbrunn)

Burg Chojnik (Kynast)

in Sobieszow (Hermsdorf)

Haus Wiesenstein in Jagniatkow (Agnetendorf),

das Traumhaus Gerhard Hauptmanns

Wodospad Szklarski (der Kochelfall in Schreiberhau)

Stabholzkirche Wang in Karpacz (Krummhübel)
mit Friedhof
Donnerstag, 4. August

Da heute sehr schönes Wetter herrscht, sehen wir uns nicht nur den Kurort Cieplice mit vielen renovierten Häusern an, sondern wandern auch im Nationalpark Riesengebirge: zur Kynastburg bei Sobieszow und zu einem Wasserfall bei Szklarska Poreba. Beim Mittagessen treffen wir einen Deutschen, der früher die Schule in Hermsdorf besucht hat, aber vor 70 Jahren diese Gegend verlassen musste. Besonders gut gefällt uns die Villa Wiesenstein, in der Gerhard Hauptmann seine letzten Lebensjahre verbracht hat. Nachdem das Haus viele Jahre lang als Kinderkurheim diente, ist es jetzt ein Museum. Die Stabholzkirche in Karpacz stammt ursprünglich aus Norwegen.