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Dienstag, 20. August 2013
Relaxen auf dem Flughafen von Arusha
Montag, 19.8.2013
Nachdem wir morgens in Arusha Schulbücher, Hefte und Stifte für die Zariki-Schule in Magu-Mwanza gekauft haben, hängen wir noch einige Zeit im Hotel herum und längere Zeit auf dem Flughafen. Der Abflug wird immer wieder verschoben. Unser Flugzeug, das eigentlich gegen 13 Uhr starten soll, kommt erst um 15.30 Uhr an. In der Zwischenzeit knabbern wir unsere letzten Nüsse und trinken einen Sansibar-Kaffee mit vielen Gewürzen als Einstimmung auf die Insel, auf der wir die letzten Tage unserer Reise verbringen werden. Am Flughafen von Sansibar gibt es noch eine Panne: Die Reisetasche einer Mitreisenden fehlt und ist anscheinend nach Dar es Salaam weitergereist.
Kleines Paradies: die Landschaft im Ngorongoro-Krater
Sonntag, 18.8.2013
Gegen sieben Uhr sind wir am Parkeingang, wo unser Fahrer die Tickets löst. Dann geht es langsam die steile Straße hinunter in den nebelverhangenen Krater. Bald kommen die ersten Tiere in Sicht: Schakale, Zebras, Gnus, Gazellen, Büffel, Strauße, Großtrappen ... Fünf Hyänen begrüßen sich lautstark. Auch die Löwen sind wieder aktiv: Vier Löwinnen schleichen sich in Wassernähe an 2 große Büffel an, die aber unruhig werden und verschwinden. Nicht weit entfernt sichten wir einen Serval im hohen Gras. Diese gefleckte Katze ist nicht leicht zu beobachten. Plötzlich springt sie nach vorne und hat ein kleines Tier erwischt, vermutlich eine Maus. Nilpferde sind auch vertreten. Teils liegen sie am Ufer herum, teils im Wasser. Die Landschaft hier unten wirkt paradiesisch mit den Bergen ringsherum und der weiten Ebene mit Steppe, hohen Bäumen und Seen. Leider ist unser Aufenthalt hier begrenzt: Um 11.30 Uhr müssen wir den Krater verlassen.
Das traurige Ende der Thomson-Gazelle
Samstag, 17.8.2013
Morgens verlassen wir das Camp und fahren durch die Serengeti in Richtung Ostausgang. Am Info-Zentrum erfahren wir Wissenswertes über verschiedene Tierarten und die große Migration. Hier haben sich viele der niedlichen Klippschliefer angesiedelt, die mit den Elefanten verwandt sein sollen, auch wenn der Größenunterschied enorm ist. Nachdem wir wieder Leoparden gesehen haben, einen davon auf einem Baum liegend, werden wir Zeugen einer gelungenen Löwenjagd. Die Tiere nutzen geschickt die Deckung, die ihnen die herumstehenden Fahrzeuge bieten, um sich an eine Gazellenherde anzuschleichen. Aus unmittelbarer Nähe greift eine Löwin ein Tier an, dem es nicht gelingt, schnell genug zu flüchten. Die Thomsongazelle lebt noch einige Minuten und bewegt verzweifelt die Vorderbeine, aber die Hinterbeine (oder das Rückgrat) sind verletzt. Das kleine Tier hat keine Chance. Auf dem Weg zum Picknickplatz beobachten wir Affen, Strauße, Warzenschweine, Hyänen und viele andere Tiere. Am späten Nachmittag treffen wir auf unserem nächsten Campingplatz am Ngorongoro-Krater ein.
Ein Tag in der Serengeti
Freitag, 16.8.2013
Nachts im Zelt hört man die Hyänen und angeblich auch das Brüllen der Löwen, die sich in der Nähe des öffentlichen Campingplatzes herumtreiben sollen. Unsere Köche haben ein leckeres Frühstück zubereitet, sogar Pfannkuchen gibt es, Omelett, Toast und Ananas. Um 7 Uhr brechen wir zur ersten Pirschfahrt auf. Wir sehen Klippschliefer an den großen Felsen, bunt gefärbte Bienenfresser, Geier und Adler. Schön sind die breitkronigen Steppenbäume - Akazien und Leberwurstbäume. Es wimmelt von Löwen - ein Löwenweibchen schleppt eine erbeutete Gazelle direkt an unserem Auto vorbei.
Vor unserer zweiten Fahrt am Nachmittag bricht ein Platzregen über das Camp herein und in kurzer Zeit steht alles unter Wasser. Zum Glück halten unsere Zelte dicht! Nun sind die Wege zwar matschig, aber die abgebrannten Flächen sind tiefschwarz und bilden einen schönen Kontrast zu den hellgelben Grasbüscheln und den Thomson-Gazellen. Unser Guide entdeckt einen Leoparden im Gras; später beobachten wir zwei große Eulen in einem Baum und eine missglückte Löwenjagd. Beim Sonnenuntergang gegen 18.30 Uhr färbt sich der Himmel rot, kurz darauf bleiben wir fast im Matsch stecken, als unser Fahrer an einem größeren Fahrzeug vorbeikurven will. Noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir das Camp.
Frauen-Power am Victoriasee
Donnerstag, 15.8.2013
Vormittags besuchen wir das Dorf Magu-Mwanza am Victoriasee, wo einige junge engagierte Leute versuchen, die Lebensbedingungen der Einwohner mit Hilfe des Tourismus zu verbessern. Die Lehrerin Susanna erklärt uns das Projekt und führt uns durchs Dorf. Sie ärgert sich über einen Teil der Männer, die ihr Geld in die Kneipe tragen, statt ihre Familie zu unterstützen. Daher werden nun die Frauen ermutigt, kleine Läden und Restaurants zu eröffnen, um ihre Kinder ernähren zu können. In einer Apotheke erhalten auch die Ärmsten Medikamente gratis oder für wenig Geld und die Kinder des Ortes werden in der Zariki-Schule unterrichtet. In dem Dorf gibt es keine Elektrizität, alles Wasser stammt aus dem Victoriasee. Wir beschließen, in Arusha Schulsachen zu kaufen, die unser Reiseleiter abliefern wird, wenn er wieder in diese Gegend kommt.
Unterwegs nach Tansania
Mittwoch, 14.8.2013
Heute stehen wir schon sehr früh auf, da wir eine lange Fahrt vor uns haben. Zunächst geht es durch die Masai Mara und wir machen eine kurze Pause bei einer Brücke über den Mara-Fluss, dann rumpeln wir endlos über schlechte Straßen Richtung Grenze. Dort müssen wir wieder Formulare ausfüllen und die Einreisegebühr von 50 Dollar pro Person zahlen. Der Reiseleiter und die Fahrer verabschieden sich - danach steigen wir in Toyota-Geländewagen um. Unser neuer Guide heißt Peter. Wir übernachten in der Nähe des Victoriasees. Gegen Abend steht plötzlich eine Herde von Elefanten hinter dem Hotel, aber die Tiere drehen wieder ab, als das Licht angeht.
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