Sonntag, 20. August 2017

Entdeckungen und Begegnungen an unserem freien Tag

Russisch-orthodoxe Alexej-Kathedrale
Bücherei im russischen Viertel
Kriegsdenkmal der trauernden Mutter
mit Hochzeitspaar
In der Seidenpapier-Manufaktur
Produkte dieser Manufaktur
Fertigstellung der Masken
Rohstoff: Rinde des Maulbeerbaums
Grab des Daniel
Heilige Quelle
Danielsgrab und Quelle

Mittwoch, 9. August 2017

Da wir den ganzen Tag zur freien Verfügung haben, sehen wir uns das russische Viertel an. Hier stehen einige christliche Gotteshäuser, etwa die russisch-orthodoxe Kathedrale, die römisch-katholische polnische Kirche und die kleine armenische Kirche. In einer Bücherei erproben Kinder und Betreuerinnen ihre Sprachkenntnisse an den unerwarteten Besuchern. Nach dem Mittagessen im feinen Restaurant "Samarkand" stoppen wir einen Taxifahrer, der uns zur Papiermanufaktur bringen soll. Dieser Fahrer spricht gut Englisch und kennt sich in einigen deutschen Städten aus, in Samarkand allerdings weniger, weshalb er sich mehrmals verfährt und immer wieder Passanten nach dem Weg fragt. Zurück gelangen wir mit einer armenischen Familie in einem winzigen Lada; die junge Frau, eine ehemalige Fremdenführerin, lässt es sich nicht nehmen, uns das Danielsgrab samt heiliger Quelle zu zeigen.

Samstag, 19. August 2017

Über einen Pass zur "grünen Stadt" Shahrisabz

Unsere Fahrer
Blick ins Tal
Straßenmarkt zwischen Samarkand und Shahrisabz
Immer noch häufig zu sehen
Ruinen von Timurs Palast
Parkanlage mit Timur-Statue
Grabmal für Timur
Getränkeverkauf
Zuckerwatte-Verkäufer in Samarkand
Scheinreich nach dem Geldwechseln

Dienstag, 8. August 2017

Nach dem Frühstück erwarten uns 5 Fahrer mit identischen weißen Autos, denn unser Bus darf nicht über den Pass fahren. Unser Ziel ist Shahrisabz, wo Timur einen gigantischen Palast bewohnt hat, dessen beeindruckende Überreste eine wichtige Touristenattraktion darstellen. In der Parkanlage befinden sich außerdem noch ein paar gut erhaltene alte Gebäude und sogar einige Platanen, unter denen Timur evtl. spazieren gegangen ist. Allerdings ruhen seine Gebeine nicht in der vorgesehenen Gruft, denn der Herrscher wurde ja in Samarkand bestattet. Nach einem hervorragenden Mittagessen in einem privaten Gartenlokal kehren wir in die Großstadt zurück.

Ulug Beg und die Stadt der Toten





Ulug Beg, der Namensvetter unseres Guides: 
Herrscher  und Astronom
Sternwarte aus dem 15. Jahrhundert
  
Die Gräberstadt Schah-i Sinda
Einige der reich verzierten Mausoleen
Prachtvoller Innenraum
Gur-Emir-Mausoleum, die letzte Ruhestätte
Timurs und Ulug Begs

Timurs Kenotaph - schmal und schwarz
Älterer Usbeke

Montag, 7. August 2017

Mit dem Bus fahren wir ein Stück aus der Innenstadt hinaus zum Observatorium Ulug Begs. Dieser Herrscher, ein Enkel Timurs, berechnete bereits Anfang des 15. Jahrhunderts die genaue Länge eines Erdenjahrs sowie die Position verschiedener Sterne. Nur noch ein Trümmerhaufen ist die frühere Stadt Afrosiob, das alte Samarkand. Alle Lehmbauten sind zerbröckelt.
Dagegen erwarten uns in der Nekropole Schah-i Sinda viele wunderbare Bauwerke, aufwendig verzierte Moscheen und Mausoleen. Hierher kommen auch viele Einheimische, oft in Festtagskleidung, teilweise um zu beten. Nach dem Mittagessen besichtigen wir das Gur-Emir-Mausoleum mit den Kenotaphen von Timur und Ulug Beg. Die heißen Stunden des Tages verbringen wir wieder im Hotel. 

Samarkand - eine Stadt wie aus 1001 Nacht


Registan-Platz
Überall sind blaue und türkisfarbene Kuppeln
Minarett
Im Inneren der Tillya-Kari-Moschee
Fassade der Schirdor-Medrese
Registan bei Nacht

Verkleidete Touristen
Usbekische Frauen
Das traditionelle Reisgericht Plov (+ Suppe und Tee)

Sonntag, 6. August 2017

Wir gelangen heute auf sehr bequeme Weise nach Samarkand: mit dem Schnellzug in ca. 2 Stunden. Die Strecke wäre mit dem Bus nur in mehr als 5 Stunden zu bewältigen. Daher sind wir noch fit, als wir uns die Altstadt ansehen: den Registanplatz mit seinen drei Medresen, die Bib-Khanum-Moschee und den Basar. Beim Schlangestehen an den Eingängen stellen sich die Usbeken wesentlich geschickter an als wir. Gewandt tauchen sie unter den seitlichen Büschen hindurch, schieben sich unauffällig an uns vorbei und wir sind immer die Letzten. Das müssen wir noch üben. Verglichen mit den schmucken Usbekinnen sind wir ziemlich lumpig gekleidet. Funktionskleidung und Trekkingsandalen machen einfach nicht so viel her wie golddurchwirkte, bodenlange Kleider und opulenter Goldschmuck. An die extreme Hitze haben wir uns noch nicht gewöhnt!

Wanderung im Tian-Shan Gebirge

Berglandschaft
Schäferkarren
Kugeldisteln 
Usbekische Alm mit Käserei
Auf dem Bauernmarkt
Charwak- Stausee
Außentemperatur (in der Sonne)

Samstag, 5. August 2017

Zur Abwechslung unternehmen wir heute eine Bergwanderung. Die Gegend liegt über 1000 Meter hoch und ist sehr trocken: Bis auf ein paar Kugeldisteln ist die ganze Vegetation grau-braun. Dafür springen und fliegen massenhaft Heuschrecken herum - eine beginnende Heuschreckenplage?  Die Schafe und Rinder, die hier weiden, sammeln sich unter den wenigen Schatten spendenden Bäumen. Unser Guide Ulugbek erklärt uns, wie hier oben die Milch verarbeitet wird und wir probieren säuerlich schmeckende Frischkäsebällchen. Nachdem wir heil unten angekommen sind, bewundern wir die schöne Landschaft am Stausee und essen in einer romantischen Gartenwirtschaft.

Viel Platz in Taschkent

Hast Imam-Komplex in der Altstadt

Kukeldasch-Medrese
Frisch gebackenes Fladenbrot
Traditionelle Backweise im Lehmofen
Amir-Timur-Platz
Amir Timur, der usbekische Nationalheld

Freitag, 4. August

Von der nahezu schlaffreien Nacht noch angeschlagen unternehmen wir einen ausgedehnten Stadtbummel. Uns fällt auf, dass außer uns auf den riesigen Plätzen fast niemand unterwegs ist. Eventuell sind die Leute alle bei der Arbeit. Die ganze Stadt ist sehr sauber, nirgends sieht man Abfälle herumliegen und zahlreiche Straßenfeger und Gärtner sind am Werk. Sobald wir uns einem Zebrastreifen nähern, halten alle Autos an - selbst auf den 6-spurigen Straßen - und lassen uns auf die andere Straßenseite. In der U-Bahn, wo man nicht fotografieren darf, werden uns sofort von jungen Leuten Plätze angeboten. Viel los ist auf dem Tschorsu-Basar. Hier werden u.a. Lebensmittel angeboten und wir sind erstaunt, dass das Brot noch auf altertümliche Weise gebacken wird. Wir kaufen Trockenfrüchte und typisch usbekische Süßigkeiten. Wie in vielen orientalischen Ländern gibt es keine festen Preise - man muss handeln, selbst wenn man nur ein paar getrocknete Aprikosen kaufen will.