Dienstag, 30. August 2011

China: Scherbenkrieger



10.08 Terrakotta-Armee und Wildganspagode

Einfach gigantisch - das ist der Eindruck, den man als Besucher der Terrakotta-Armee gleich beim Betreten des riesigen Areals bekommt. Und zwar überwältigt uns einerseits die Masse der lebensgroßen und abwechslungsreich gestalteten Kriegerfiguren, andererseits aber auch die Tatsache, dass die vielen Tonsoldaten aus unzähligen Scherben in dieser Perfektion rekonstruiert werden konnten. Beeindruckend sind auch die monumentalen Gebäude, die um die Fundstellen herum errichtet wurden. Und die unübersehbaren Touristenmassen, die in Gruppen hinter ihren Guides durch die Hallen strömen. Etliche Manufakturen in der Umgebung haben sich auf die Anfertigung der Tonkrieger in allen Größen spezialisiert und wir überlegen kurz, wie sich ein knieender Bogenschütze im Wintergarten wohl machen würde. Man kann sogar einen Krieger mit den eigenen Gesichtszügen anfertigen lassen!
Abends besuchen wir zum zweiten Mal den beliebten Park an der Wildganspagode mit seinen in vielen Farben leuchtenden (Kunststoff-)Bäumen und den großflächigen Wasserspielen mit Musik, die um 21 Uhr beginnen.

China: Radtour auf der Stadtmauer



09.08 Xi'an: Muslimisches Viertel und Stadtmauer

Das Yiefang-Hotel erreichen wir rechtzeitig zum chinesischen Frühstück. Kaffee oder Tee gibt es zwar nicht, aber dafür verdünnte Sojamilch, dicke gelbe Schleimsuppe, eingelegtes Gemüse, gekochte Dampfnudeln, Bohnengelee, Sesamgebäck und viele andere Sachen. Wir probieren alles aus und ärgern uns über die lautstarke Verkaufs-veranstaltung, die gerade stattfindet. Bei diesem Höllenlärm ist jegliche Unterhaltung unmöglich. Danach sehen wir uns das muslimische Viertel an. Die Moschee ist eine Oase der Stille, außer uns ist fast niemand da. Die vielen kleinen Läden drum herum erinnern an einen Basar. Am Nachmittag erklimmen wir die Stadtmauer und entdecken, dass man oben Fahrräder ausleihen kann. Die Mauer ist so breit wie eine Straße und gut gepflastert - wir kommen schnell voran und legen ca. 10 km der Gesamtstrecke von 14 km zurück. Dann geben wir die Räder ab und wandern noch ein Stück zu Fuß. Allerdings bekommen wir nicht mit, dass die Tore unten an der Mauer um 17 Uhr schließen, daher endet unsere Mauerbesichtigung mit einer Kletterpartie über den Zaun.

China: Liegestütze am Himmelstempel



08.08 Himmelstempel

Vormittags besuchen wir eine weitere Sehenswürdigkeit in Peking: den Himmelstempel (eigentlich eine große Parkanlage mit mehreren Gebäuden). Für die Rentner gibt es hier zahlreiche Turngeräte, von denen reger Gebrauch gemacht wird - ein kostenloses Open-Air-Fitness-Studio. Auch wir probieren dieses oder jenes Gerät, aber bei den hohen Temperaturen sind wir gleich in Schweiß gebadet. Heute ist es extrem heiß - auch die Sonne ist als helle Scheibe zu erkennen.
Nachmittags bringt uns der Bus zum Bahnhof, da wir mit dem Nachtzug weiter nach Xi'an fahren wollen. Zum Glück sind wir so früh dran, denn kaum ist der Bus weg, entdeckt unser Reiseleiter, dass wir uns am falschen Bahnhof befinden. Wir kommen aber noch rechtzeitig zum richtigen Zug. Im Nachtzug gibt es Behälter mit kochendem Wasser und Thermoskannen - ideal für die Zubereitung von Tee und Instant-Nudelsuppen. Die Aussicht aus den schmutzigen Fenstern ist deprimierend, aber unsere chinesischen Mitreisenden sind sehr nett und probieren ihre Englischkenntnisse an uns aus.

China: Freizeitgestaltung im Park



07.08 Verbotene Stadt und Beihei Park

Nach Betreten der Verbotenen Stadt lassen wir uns von den Menschenmassen zum Tor der Höchsten Harmonie schieben, dann zur Halle der Höchsten Harmonie und zur Halle der Vollkommenen Harmonie, während wir versuchen, den gezückten Sonnenschirmen zu entkommen (die Sonne ist zwar nicht zu sehen, aber so ein Schirm ist ja auch eine praktische Waffe ...) Die Verbotene Stadt ist riesig: Kaum hat man ein Gebäude passiert, öffnet sich der Ausblick auf ein weiteres Ensemble ... Besonders schön ist der Garten mit malerischen Felsen, Blumen und Pavillons. Danach gehen wir zum Kohlehügel, einem schönen Park mit künstlichem Berg, von wo aus man eine gute Übersicht hätte, wenn es nicht so dunstig wäre. Dafür beobachten wir die chinesischen Rentner bei ihren zahlreichen Freizeitaktivitäten: In großen und kleineren Gruppen wird gesungen, musiziert und getanzt. Auch im Beihai-Park vergnügt man sich auf diese Weise. Hier kann man außerdem noch Tretboot fahren oder Zettel mit guten Wünschen an die Bäume bei den Tempeln hängen.

China: Mit tausend Chinesen auf der großen Mauer



06.08 Chinesische Mauer und Sommerpalast

Fast zwei Stunden fahren wir mit dem Bus, bis wir zum Juyong-Pass kommen, wo wir die Chinesische Mauer besichtigen wollen. Wegen des Dunstes (Smogs?) ist die Fernsicht stark beeinträchtigt, doch Nahaufnahmen gelingen gut. Weshalb viele der chinesischen Touristen lieber uns fotografieren als das vernebelte Bauwerk. Die vielen steilen Treppenstufen sind eine Herausforderung, zumal sie unterschiedlich hoch sind. Beim Abstieg müssen wir besonders gut aufpassen, denn einmal abgerutscht, gibt es kein Halten mehr!
Nachmittags baden wir ein zweites Mal in den chinesischen Touristenmassen, und zwar im Sommerpalast. Das ist ein schön angelegter Park mit großem See und etlichen kunstvoll verzierten Gebäuden, einst Erholungsort der Kaiser und ihrer Frauen und Konkubinen.

China: Pekingente und andere Köstlichkeiten



05.08 Ankunft in Peking

Obwohl wir nach dem Flug ziemlich müde sind, sehen wir uns die Umgebung unseres Hotels King's Joy genauer an. Hier befinden sich hauptsächlich Läden und Restaurants. Überall riecht es verführerisch - da können wir nicht widerstehen und nehmen in einem gut besuchten Lokal Platz. Es gibt auch eine englische Speisekarte mit Bildern. "Bullfrog" steht hier mehrmals. Heißt das etwa Ochsenfrosch? Dann lieber nicht! Wir bestellen eine Sauer-Scharf-Suppe und ein Auberginengericht. Die Portionen sind aber so groß, dass sie für eine 4-köpfige Familie reichen würden. Abends gehen wir dann mit unserer Reisegruppe in ein anderes Lokal und essen eine knusprig gebratene Pekingente, die von geschickten Köchen stäbchengerecht zerlegt wird. Die Teile wickelt man in dünne Teigfladen, zusammen mit Gemüse und Sojasoße - das alles schmeckt ganz hervorragend!

China: Flugerlebnis



04.08 Anreise

Wir fliegen mit dem nagelneuen Airbus 380 nach Peking