Montag, 25. April 2011

Mit der Fähre auf dem Goldenen Horn



Das Goldene Horn - nicht zu verwechseln mit dem Bosporus - durchschneidet den europäischen Teil Istanbuls in nordwestlicher Richtung. Wenn man die Fähre bei der Galatabrücke nimmt, gelang man nach Eyüp. Hier steht eine bekannte Moschee mit schönem blauem Kachelschmuck, Wallfahrtsort frommer Muslime. Daneben breitet sich ein riesiger Friedhof aus. Früher konnte man an den Grabmälern unterscheiden, ob hier ein Mann oder eine Frau begraben war (männliche Grabsteine tragen einen Turban), heute ist das nicht mehr so eindeutig. Ganz oben auf dem Hügel kann man dann in gemütlichen Ausflugslokalen sitzen und mit Blick auf die Gräber einen Kaffee trinken. Später suchen wir die Reste der Stadtmauer und steigen eine gefährlich steile Treppe ohne Geländer hoch. In der Chora-Kirche besichtigen wir die schönen goldglänzenden Mosaike, die teilweise noch sehr gut erhalten sind. Mehrere Reisegruppen unterschiedlicher Nationalitäten drängen sich ebenfalls in den engen Räumen. Heute schaffen wir es nicht, den äußerst lecker aussehenden Süßigkeiten zu widerstehen und schlagen mehrmals zu. Im Grunde schmeckt alles ähnlich, nämlich pappsüß. Eigentlich wollten wir einige Kartons voll mit nach Hause nehmen, aber inzwischen sind wir uns nicht mehr so sicher.

Sonntag, 24. April 2011

Die Freuden des Sultans



Sonntag, 24. April 2011

Heute am Ostersonntag ist es unangenehm kühl in Istanbul und die Sonne versteckt sich hinter einer dicken Wolkenschicht. Da ist es naheliegend, sich innen aufzuhalten, etwa im Topkapi-Palast, der Residenz der Sultane. Morgens um halb zehn ist die Schlange vor den Kassen noch nicht ganz so lang, aber auch innen muss man öfter anstehen und so verbringen wir hier ca. vier Stunden. Wir sehen eine ganze Menge, etwa mit Smaragden, Rubinen und Diamanten verzierte Trinkbecher, Thronsessel, Gürtel und Dolche. Schwerter, Zähne und Barthaare des Propheten. Das goldene Gitter, hinter dem der Sultan die Gespräche seiner Wesire belauschte ...
Auch den Harem lassen wir uns nicht entgehen, obwohl wir hier eine Extraeintrittskarte brauchen. Die prunkvolle Ausstattung der Räume ist überwältigend, doch man fühlt sich auch irgendwie an ein Gefängnis erinnert. Sultan Murat III lebte hier mit seinen zahlreichen Ehefrauen und Sklavinnen als stolzer Vater von über hundert Kindern. Nachmittags besuchen wir die Hagia Sophia, gebaut als Kirche, lange Zeit eine Moschee und nun ein Museum. Schön sind die Reste der Mosaike, die lange Zeit unter Putz verborgen waren. Hinter der Moschee kann man (umsonst und ohne Schuhe) die Grabstätten einiger Sultane besuchen. Hier liegt in einem verschwenderisch verzierten Grabmal Murat III inmitten von 52 seiner Kinder, viele davon noch ganz klein.

Samstag, 23. April 2011

Kaufrausch und Menschenmassen



23. April 2011

Nach Ansicht unseres Reiseführers soll man den ersten Tag in Istanbul unbedingt im großen Basar verbringen. Wir schaffen es erst am zweiten, nachdem wir wieder ein paar bekannte Moscheen besucht haben, u. a. die Prinzenmoschee und die Moschee Süleymans des Prächtigen. Zuvor stärken wir uns mit Boza, einem merkwürdigem Getränk aus vergorener Hirse, das so dickflüssig ist, das man es löffeln muss. Atatürk war auch schon in diesem Lokal, sein Glas steht in einer Vitrine über unserem Tisch. Dann tauchen wir in den Trubel des Basars ein. Eigentlich haben wir uns vorgenommen, einiges zu kaufen, aber beim Anblick der zahllosen Sachen vergeht uns die Lust dazu. Zu Mittag essen wir gegrillte Makrele in einem Gartenrestaurant neben der Galatabrücke. Die Aussicht ist unübertrefflich, auch der Fisch ist nicht übel. Frisch gestärkt stehen wir fast eine Stunde an, um einen Blick vom Galata-Turm werfen zu können und von oben all diese Moscheen zu betrachten, die wir auch schon innen besichtigt haben. Eine weniger gute Idee ist es, später noch über den ägyptischen Basar (den Gewürz- und Kräuterbasar) flanieren zu wollen. Hier sind so viele Menschen, dass wir an den Ständen vorbeigeschoben werden, ohne etwas ansehen, fotografieren oder kaufen zu können. Nicht einmal den Liebestee können wir probieren, der uns von einem Verkäufer angeboten wird.

Freitag, 22. April 2011

Frühling in Istanbul



Freitag, 22. April 2011

Gestern sind wir in Istanbul gelandet, aber so spät, dass wir nur noch unser Hotel suchen und etwas zu Abend essen konnten.
Heute brechen wir nach einer ziemlich schlaflosen Nacht - es ist hier extrem laut, obwohl das Hotel in einer kleinen Seitenstraße liegt - früh auf, um einige Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Unser erstes Ziel ist die Blaue Moschee, in der sich am späten Vormittag sämtliche Touristen Istanbuls aufhalten. Anschließend geht es hinab in die Unterwelt. Gegenüber der Hagia Sophia befindet sich eine große Zisterne mit vielen alten Säulen, klarem Wasser und dicken Karpfen. Dieses Bauwerk wird stimmungsvoll beleuchtet und beschallt. Nach dem Mittagessen sehen wir uns zwei weitere Moscheen an und flanieren zwischen den vielen schönen Tulpenbeeten im Park. Mit dieser Tulpenpracht zur Osterzeit hätten wir nicht gerechnet, aber es ist hier zur Zeit deutlich kälter als in Mittelfranken! Auf der Galatabrücke machen wir Pause in einem der gut besuchten Cafes mit Blick aufs Wasser und mehrere Moscheen. Die Straßenbahnfahrt zurück zu unserem Hotel ist etwas abenteuerlich, da die Bahn so überfüllt ist, dass kaum jemand einsteigen kann, aber wir auch nur mit Mühe rechtzeitig hinausgelangen. Vielleicht sollten wir in Zukunft doch lieber zu Fuß gehen!

Sonntag, 13. März 2011

Abstecher ins Rentnerparadies




Samstag, 12.3.11

Ein Blick aus dem Fenster zeigt uns, dass das Wetter in Granada heute so ist wie für gestern gemeldet. An unserem letzten Tag kann es uns egal sein. Unser Rückweg nach Malaga wird aber an der Küste entlangführen, nicht durchs Gebirge, über dem sich die grauen Wolken türmen. Tatsächlich empfängt uns die Sonne im Süden und die Fleece-Jacke wandert auf den Rücksitz. So haben wir uns das Wetter in Spanien vorgestellt! In Nerja legen wir eine Pause ein. Der malerische Strand ist fast menschenleer, aber Promenade und Cafés sind bevölkert von unzähligen Ü-Siebzigern, die mit ihrer leichten Bräune frisch und gut erholt wirken. Die Mehrheit klingt französisch, aber auch etliche Deutsche sind darunter. Wir trinken Kaffee auf einer Terrasse mit Meeresblick, doch schon bald müssen wir nach Malaga weiterfahren.

Freitag, 11. März 2011

Einkauf im Souk und Mittagessen bei Pépe



Freitag, 11. März 2011

Der Wetterbericht meldet Dauerregen, doch wider Erwarten bleibt es trocken, sogar die Sonne lässt sich blicken. Wir verbringen den ganzen Tag im Zentrum von Granada, in der Nähe der Kathedrale bzw. am Aussichtspunkt Mirador de St. Nicolás. Manches erinnert an Marokko, etwa der Markt im Stil eines orientalischen Basars. Allerdings stehen die Preise hier fest - die Verkäufer lassen nicht mit sich handeln. In einer anderen Straße gibt es Teestuben und hin und wieder auch Gebäude aus der Zeit der Sultane. Mittags entdecken wir ein schönes kleines Restaurant an der Plaza Larga. Schinken, Würste und Kräuter hängen von der Decke und wir können dem Chef beim Kochen zusehen. Das Essen ist sehr lecker! An unserem letzen Tag in Andalusien gönnen wir uns eine Paella.

Donnerstag, 10. März 2011

In den Gemächern des Sultans



Donnerstag, 10. März 2011

Hätten wir zur Zeit der Nasridenherrscher Granada besucht, hätten wir die reich verzierten Innenhöfe und Säle der Alhambra nicht zu Gesicht bekommen. So aber dürfen wir fast eine Stunde durch den Palast wandeln, zusammen mit den vielen anderen Touristen, die auch für 17 Uhr eingeteilt sind. Heute regnet es fast gar nicht, daher genießen wir die schöne Aussicht in den Palastgärten und auf den Aussichtstürmen. Fast den ganzen Nachmittag verbringen wir auf der Alhambra. Bei dieser Gelegenheit finden wir heraus, dass man die Orangen, die hier zu Tausenden an den Bäumen hängen, nicht essen kann, da sie sauer wie Zitronen schmecken.