Mittwoch, 9. März 2011

Alcazar oder Alcatraz?




Mittwoch, 9. März 2011

Nichts von beiden - unsere Unterkunft in Cordoba heißt Almanzor, und das kann man leicht verwechseln. Im dichten Straßengewirr der Altstadt mit zahlreichen Baustellen ist das Navi hoffnungslos überfordert und erst, nachdem wir uns einem modernen Wegelagerer anvertraut haben, erreichen wir unser Hostal, sehr günstig gelegen in der Nähe der Hauptattraktionen. Vormittags regnet es nicht, daher können wir uns den Ort von außen ansehen. Durch die Blumengasse, die im Reiseführer empfohlen wird, zwängen sich Hunderte von Touristen. Eigentlich haben wir gehofft, außerhalb der Hauptsaison in Andalusien zu sein. Aber Neckermann, Aldi, Lidl, Studiosus etc. hatten die gleiche Idee. Als am Nachmittag der Dauerregen einsetzt, besichtigen wir die Mezquita, die große Kathedrale, die in die größte Moschee des Abendlands gebaut wurde (wobei auch schon die Moschee auf den Resten einer Basilica steht). Jetzt machen wir eine Pause im Almanzor, ehe wir die Tapas-Bars testen.

Andalusischer Regentag




Dienstag, 8. März 2011

Natürlich sind wir ohne Schirm unterwegs, denn nie hätten wir gedacht, ausgerechnet bei den sehr seltenen Regentagen im März mit dabeizusein. Zum Glück ist Sevilla der richtige Ort für schlechtes Wetter, denn man kann eine Menge besichtigen, und zwar innen.
Zuerst den Alcazar, die Wohnburg der Könige, prächtig ausgestaltet in maurischem Stil. Die prunkvollen Säle entstanden allerdings erst nach der Vertreibung der muslimischen Herrscher (ohne Audio-Guide hätten wir das nicht vermutet). Zum Alkazar gehört auch eine schöne Gartenanlage, die sich sicher über das viele Wasser von oben gefreut hat. Dann die Kathedrale (wieder mit Audio-Guide). Jetzt wissen wir genau Bescheid über sämtliche Heilige Sevillas. Außerdem ist in der Kirche Kolumbus bestattet - nach einer langen Irrfahrt haben seine Knochen hier die ewige Ruhe gefunden.
Abends besuchen wir eine Tanz-Show mit Gesang und Gitarrenmusik im Flamenco-Museum. Fast hätten wir keinen Platz mehr bekommen, denn jeder Tourist hat heute ungefähr das gleiche Programm wie wir - mit oder ohne Regenschutz. Die Zeit dazwischen lässt sich gut in diversen Cafés und Tapas-Bars überbrücken.

Montag, 7. März 2011

Karneval in Cadiz




Montag, 07. März 2011

Nirgendwo in Spanien wird der Fasching so ausgiebig gefeiert wie in Cadiz. Wir nehmen die Fähre von Puerto de Santa Maria - eine gute Entscheidung, denn es ist nicht leicht,einen Parkplatz in Cadiz zu finden. Typisch für den spanischen Karneval sind die vielen Musikgruppen. Anders als in Venedig stehen die Kostümierten nicht einfach schweigend in der Gegend herum und lassen sich bewundern, nein, sie schmettern Lieder, die sie mit lebhaften Gesten untermalen oder sie spielen zumindest ein Instrument. Auch die fantasievoll gekleideten Faschingsgruppen auf ihren Wägen unterhalten das Publikum mit lautem Gesang. Dichtes Gedränge herrscht in den meisten Gassen der Altstadt ebenso wie auf vielen Plätzen. Beliebte Snacks sind rohe Austern und Seeigel, getrockneter Thunfisch und Schmalzgebäck. Abends fahren wir weiter nach Sevilla.

Ronda - Stadt am Abgrund




Sonntag, 6. März 2011

Mitten durch die Stadt Ronda verläuft eine schmale, tiefe Schlucht. Die beiden Hälften der Ortschaft sind durch eine Brücke verbunden, die sich sicher gut dazu eignet, Höhenangst zu überwinden. Angeblich hat sich der Baumeister der Brücke nach Fertigstellung seines Meisterwerks in die Schlucht gestürzt. Leider regnet es bei unserer Ankunft und dichter Nebel trübt die gute Aussicht, doch später klart es auf, für ca. 5 Minuten, aber das reicht, um einige gute Fotos zu machen. Später besuchen wir das weiße Dorf Arcos de la Frontera (eigentlich ist es eine weiße Stadt) und versuchen das Geheimnis des spanischen Kaffees zu ergründen (Was muss man bestellen, um einen ganz normalen Kaffee zu bekommen? Wir wissen es immer noch nicht, aber Espresso ist ja auch nicht schlecht).

Samstag, 5. März 2011

Weiße Häuser mit Orangenblütenduft




Samstag, 5. März 2011

Heute Nachmittag sind wir in Malaga gelandet und gleich in unser Hotel weitergefahren. Das Artola-Hotel liegt einige Kilometer vor Marbella, doch anders als vermutet, nicht in Alleinlage an der Landstraße, sondern inmitten des Häusermeeres, das sich kilometerlang an der Costa del Sol entlangzieht. Früher wurden hier angeblich die Kutschpferde gewechselt. Die Einrichtung scheint noch aus dieser Zeit zu stammen, passt aber gut zu dem altertümlichen Gebäude. Eigentlich wollten wir einen Spaziergang in den Dünen machen, aber von Landschaft ist hier nichts mehr übrig. Daher fahren wir nach Marbella und besichtigen die Altstadt samt Orangenplatz und einigen Kirchen. Über der Innenstadt liegt ein wunderbarer Duft, denn die vielen Orangenbäume, die voller Früchte hängen, haben angefangen zu blühen. Überhaupt blüht hier schon sehr viel. Der Frühling ist längst eingekehrt. Trotzdem sind noch nicht viele Touristen in Marbella unterwegs, die Restaurants und Cafés sind ziemlich leer.

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Zinnwald - ein Wintertraum



29.12.2010

Heute herrschen ideale Langlaufbedingungen: es ist sehr kalt (unter -10°) und sehr sonnig. Der verschneite Wald und der blaue Himmel locken Hunderte von Langläufern auf die Loipen; man meint, an einem Volkslauf teilzunehmen. Wir starten in Cinovec (das ist der tschechische Teil von Zinnwald), finden uns aber bald in Sachsen wieder. Wo wir genau laufen, weiß niemand. Auf dem Plan sind rote, grüne und blaue Loipen eingezeichnet, aber hier ist alles weiß. Zu Mittag essen wir in der Lugsteinbaude ziemlich weit oben mit toller Aussicht auf das Hochmoor. Wie wohl der Auerhahn, der hier vorkommen soll, diesen Winter verbringt? Zum Kaffeetrinken kehren wir im besten Café von Schellerhau, dem Café Rotter, ein. Die Schaukel vor dem Haus ist völlig im Schnee versunken.

Dienstag, 28. Dezember 2010

Eingeschneit im Erzgebirge




27-28.12.2010
In Schellerhau bei Altenberg, wo wir unseren Langlauf-Urlaub verbringen, türmen sich die Schneemassen mehr als meterhoch. Unsere Wirtin ist bereits am frühen Morgen mit der Schneefräse zugange, damit wir das Haus verlassen können. Die Loipe ist angeblich leicht zu erreichen, wir müssen nur die Skipiste hochlaufen. Oben gibt es dann etliche Spuren in alle möglichen Richtungen (Auf dem Plan ist nur eine eingezeichnet). Auch die anderen Leute rätseln, wie sie fahren sollen. Mittags erreichen wir Altenberg nach einigen Umwegen. Zurück geht es den gleichen Weg - keine Experimente! Vielleicht sind die Wegweiser ja auch alle zugeschneit. Trotz des dichten Nebels finden wir wieder heim! Abends gehen wir in Schellerhau essen. Die Schneemauern an der Straße sind wirklich sehenswert.